Viertel vor Zwölf (eine Art Vita) J.H. Michel Skulpturist und Bildhauer
Es begab sich am zweiten Tage des Jahres 1969 zu Essen ,das mich Gott in seinem unendlichen Humor um 11 Uhr 45 einen ersten Blick auf dieses Erden-rund werfen ließ. Meine Begeisterung hielt sich schon damals in Grenzen was ich mit einem deutlichen Schrei auch kund gab! Doch um zu beginnen mich auf meine Art durchzubeißen musste ich mich bis zum 29.8. des selben. Jahres gedulden ,da sich erst dann meine ersten Zähne zeigen sollten! ----- Obschon wohlerzogen und aus gutem Stande, wusste ich schon mit dem ersten klaren Gedanken mich keiner Norm zu beugen ! Es begannen glückliche Jahre über die ich kaum eine Beschwerde kommen lassen kann ,diese jedoch endeten mit dem Tag meiner Einschulung und meinem zweiten klaren Gedanken: „Wenn das System so funktioniert..... dann ohne mich!“ Pink Floyd. haben mir ein paar Jahre später (1979) musikalische Unterstützung zukommen lassen. Danke Jungs! Als erklärter Schulverweigerer,( denn selbst der Kunstunterricht unterlag einer strickten Vorgabe) und Antinormen Aktivist, formte ich mir früh schon meine eigene Welt und bin bis heute dabei geblieben. ------ Ich erhebe in keinem Fall den Anspruch schöne und gefällige Kunst zu gestalten. Im Gegenteil ,wer das erwartet sollte sich besser in Schwedischen Einrichtungshäusern umsehen und sich mit hübscher Massenware zufrieden geben!
Meine Arbeiten liegen immer in einem Grenzbereich zwischen Lachen und Beleidigung, Anstößigkeit und Formschmeichelei. Genauso finden sich Licht und Bewegung als Grundsätze stetig in meinen Werken wieder.
Frei in der Wahl der Materialien hat es noch kein Werkstoff (ob es sich nun um Gips, Metall, Silicon, Latex, Holz, Textilien. Leder, alle denkbaren Kunststoffe und vielerlei mehr handelt ) gewagt sich mir zu widersetzen und sich nicht in die Form bringen zu lassen die ich ihm zugedacht habe. Widriges in Einklang zu bringen, hier liegt für mich die Herausforderung und mein ganzes Handeln strebt danach! Getreu meines Lebensgrundsatzes : „Nur weil ich etwas nicht kann, bedeutet es noch lange nicht das ich es nicht trotzdem tue“
J.H.M.
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