Aboriginiekunst

Die Kunst der australischen Aboriginie ist, laut dem Kunstkritiker Robert Hughes, „die letzte große Kunstbewegung auf der Welt“.

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Diese Kunst ist Erbe einer uralten Tradition und war bis zur zweiten Hälfte des 20st Jahrhunderts noch völlig unbekannt.

Erst 1970 nutzt eine kleine Gruppe Aboriginies aus Papunya (im Zentrum des australischen Wüste gelegen) zum ersten Mal Leinwand und Acrylfarben, um ihre traditionellen Malereien wiederzugeben, die bis dahin im Verborgenen und geheim gehalten wurden. Die Gruppe wird dabei vom angelsächsischen Kunstlehrer Geoffrey Bardon beeinflusst und unterstützt.

Seither haben weitere Stämme der australischen Wüste oder im Norden Australiens hunderte Künstler hervorgebracht, die auf Leinwand malen.

Selbst, wenn mit der Zeit neue malerische Techniken den Stil weiterentwickelt und sich neue kreative Wege entfaltet haben, hat die Aboriginiekunst die altüberlieferten Motive ihrer Vorfahren beibehalten, mit ihren Themen, Anliegen und Sorgen.

Jedes Kunstwerk ist ein „Traum“ und erzählt die Geschichte der Schöpfer der Welt und der spirituellen Verbindung des Menschen mit der Erde.

Es handelt sich um eine Kunst, die mindestens 40 000 Jahre alt, reich an Geschichte und von außergewöhnlicher, erzählerischer Kontinuität ist, die noch heute die Motive der Aboriginiekünstler beeinflusst.

Verantwortlich: Estelle Fritz, Eva Passlegue

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