Die Kampagne gegen den Duden.

Falsch:

Duden Fremdwörterbuch Definition "Altruismus"
Falsch: Eigen- und Gemeinnutz sind Gegensätze.

Folgen:
  • Menschen überlegen sich, entweder gemeinnützig oder eigennützig tätig zu werden. Nur Menschen, die wirtschaftlich abgesichert sind, können gemeinnützig arbeiten. Gemeinnützige Aktivität beschränkt sich  zum großen Teil auf reiche Menschen und Rentner. Oder auf die wenigen Stunden nach der Arbeit.

Richtig:


Altruismus und Egoismus stehen orthogonal aufeinander
Richtig: Eigen- und Gemeinnutz sind
zwei voneinander unabhängige Dimensionen.
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Folgen:
  • Menschen suchen Wege, gesellschaftlich Positives zu erreichen und gleichzeitig Geld damit zu verdienen. Jeder kann (auch) gemeinnützig arbeiten. Gemeinnützige Aktivität wird Teil des Erwerbslebens.
Bestes Ergebnis durch Kombination von Eigen- und Gemeinnutz
Vermutlich erreichen Menschen dann ein besonders
gutes Ergebnis, wenn sie Eigen- und Gemeinnutz kombinieren.
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Ich glaube, daß es von Nachteil ist, wenn jemand im Hauptberuf Pommes brät und in den wenigen Stunden, die er dann abends noch hat, sich für gemeinnützige Ziele engagiert. Besser wäre, wenn er seine ganze Kraft diesen Zielen widmen würde. Selbstverständlich muß er dann auch mit diesen Zielen seine Brötchen verdienen.

Die gedankliche Trennung von Gemein- und Eigennutz ist schädlich!

Auszüge aus einer Diskussion zu diesem Thema:

> Die Eigennützigkeit ist zwar ein notwendiges Argument zur Definition des
> Egoismus, nicht aber ein Hinreichendes. Dazu ist noch die absolute und
> ausschließliche Priorität des Eigennutzes vor den Ansprüchen und
> Bedürfnissen Anderer erforderlich. Erst damit ist der Egoismus notwendig
> und hinreichend definiert.
> Umgekehrt ist der Altruismus notwendig und hinreichend definiert durch das
> Einräumen des Vorranges des Nutzen und der Bedürfnisse Anderer vor den
> Eigenen (Selbstlosigkeit). ...

Diese Definition ist eindimensional. Sie setzt voraus, daß man sich
entscheiden muß, ob man Eigen- ODER Gemeinnutz in den Vordergrund
stellt. Eine solche Entscheidung ist aber nur dann notwendig, wenn
beides im Widerspruch zueinander steht, wenn ein Mehr des einen
automatisch ein Weniger des anderen bedeutet. Genau dagegen wende ich
mich. Meine Aussage ist: "Eigen- und Gemeinnutz sind voneinander
unabhängige Dimensionen, so wie Länge und Breite eines Schrankes. Man
kann mit der gleichen Handlung beides erzielen, man muß sich nicht
entscheiden, diese Frage stellt sich überhaupt nicht."

Mir ist völlig klar, daß die aktuelle Definition des Wortes
"Altruismus" die Eigenschaftskombinationen bezeichnet, bei denen
Eigennutz NULL und Gemeinnutz GRÖSSER NULL ist. Doch dies macht keinen
Sinn. Mit der gleichen Logik könnte man als "Altruismus" auch alle
guten Taten bezeichnen, die an sonnigen Tagen gemacht wurden. Da
werden zwei völlig unabhängige Eigenschaften sinnlos miteinander
kombiniert!

Wenn mich der Gemeinnutz einer Handlung interessiert, dann kann es mir
genauso gleichgültig sein, wieviel Eigennutz dabei entstanden ist, wie
es mir gleichgültig ist, ob die Sonne dabei geschienen hat. Die
aktuelle Definition von Altruismus ist bedeutungsleer, man hat da ein
Wort mit einem unsinnigen Inhalt gefüllt.
Altruismus/Egoismus ist eine Aktion des Unperfekthauses, Inh. Reinhard Wiesemann, Friedrich-Ebert-Str. 18, 45127 Essen
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