Mailinglisten HOWTO

Quellen: http://stop1984.org/index.php?lang=de&text=service_mailinglisten.txt
http://www.netplanet.org/netiquette/maillist.shtml
http://stop1984.org/index.php?lang=de&text=richtiges_zitieren.txt

Übersicht

Übersicht über unsere Mailing-Listen
Netiquette in Mailinglisten
Das richtige Zitieren von EMails
Abkürzungen

Vielen Dank für das Interesse an unseren Mailing - Listen. Damit es mit diesen keine Probleme gibt, haben wir im folgenden ein paar Hinweise.

Übersicht über unsere öffentlichen Mailing-Listen

kreativ@unperfekthaus.de

Die Kreativ-Liste ist die Hauptmailingliste des Unperfekthauses. Hier tauschen sich Mitarbeiter, Besucher, Kreative und solche die es werden wollen über allgemeine Themen das UpH betreffend und über konkrete Projekte aus. Hier kann z.B. schon im Vorfeld abgeklärt werden ob ein geplantes Projekt sich überhaupt oder nach den Vorstellungen des Kreativen umsetzen läßt, und, vielleicht noch wichtiger, ob überhaupt Interesse daran besteht.

abonnierbar: ja, Bestätigung des Administrators erforderlich (ein wenig Geduld bitte)

Abonnieren/abbestellen per Web-Formular

beschreibbar: nur für Abonnenten

wie posten: EMail an kreativ@unperfekthaus.de verfassen


it@unperfekthaus.de

Diese Liste ist dazu gedacht die it-spezifischen Diskussionen, die sich zur Zeit größtenteils noch auf die grundlegende Ausstattung des UpH beziehen aus der Hauptliste auszulagern um diese zu entlasten. Konkrete it-Projektvorstellungen sollten allerdings zunächst an die kreativ-Liste geschickt werden um dort das Grundsätzliche und dann hier bei Bedarf später die Details zu besprechen.

abonnierbar: ja, Bestätigung des Administrators erforderlich (ein wenig Geduld bitte)

Abonnieren/abbestellen per Web-Formular

beschreibbar: nur für Abonnenten

wie posten: EMail an it@unperfekthaus.de verfassen


city-nord@unperfekthaus.de

Hier handelt es sich um eine Mailingliste für interessierte, aktive Menschen in der nördlichen Innenstadt.

abonnierbar: für jeden, der Interesse an der City-Nord hat

Abonnieren/abbestellen per Web-Formular

beschreibbar: nur Abonnenten


linux@freier-support.de

Dies ist die Linux-spezifische Mailingliste des Freien Supports http://www.freier-support.de

abonnierbar: ja, Bestätigung des Administrators erforderlich (ein wenig Geduld bitte)

wie abonnieren: siehe Link

Urlaub machen: EMail an linux-request@freier-support.de mit dem Betreff 'set freier-support-linux VACATION 7 d' (ohne Anführungszeichen)
und leerem Inhalt schicken. Das '7 d' am Ende bedeutet 'für 7 Tage' keine Mails mehr zu erhalten, dieser Eintrag ist variabel und kann auch
ganz weggelassen werden. Wenn er weggelassen wurde nach Ende des Urlaubs noch eine EMail an linux-request@freier-support.de mit dem Betreff
'unset freier-support-linux VACATION' (ohne Anführungszeichen) schicken.

beschreibbar: nur Abonnenten

wie posten: EMail an linux@freier-support.de verfassen

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Netiquette in Mailinglisten

Lernen Sie zunächst die Mailingliste kennen!
Lesen Sie zunächst ein, zwei Wochen nur die Beiträge mit, bevor Sie selbst Beiträge verfassen. Auf diese Weise lernen Sie die Kultur, aktuelle Diskussionsthemen und die gebräuchliche Höflichkeitsform der Gruppe am besten kennen. Es kann auch nicht schaden, wenn Sie sich gleich nach dem Abonnieren der Mailingliste in einer Mail kurz vorstellen.

Systemadministrator verantwortet keine Beiträge Anderer!
Tadeln Sie nicht den Systemadministrator für das Benehmen der Foren-Nutzer; dieser stellt in der Regel nur die Ressourcen bereit.

Freund und Feind lesen mit!
Beachten Sie, dass Ihre Beiträge unter Umständen von einem großen Publikum gelesen werden können. Darunter kann auch ihr jetziger oder zukünftiger Arbeitgeber sein. Seien Sie vorsichtig mit dem, was Sie schreiben.

Jeder spricht für sich!
Sie sollten immer davon ausgehen, dass Individuen für sich selbst sprechen und Ihre Aussagen nicht die Meinung ihrer Organisation entsprechen müssen, außer wenn dies explizit betont wird.

Fassen Sie sich kurz!
Beiträge sollten kurz gehalten werden und direkt auf den Punkt treffen. Bleiben Sie beim Thema der Betreff-Zeile, faseln Sie nicht und verschicken Sie keine E-Mails oder Foren-Beiträge, in denen Sie auf Rechtschreib- und Ausdrucksfehler von anderen Beitragsteilnehmern eingehen. Dies würde Sie, eindeutiger als alle anderen Taten, zum Beginner der Materie abstempeln.

Aussagekräftige Betreffzeilen verwenden!
Damit die Mitlesenden schnell wissen ob Ihr Beitrag interessant für sie ist benutzen sie aussagekräftige Betreffzeilen. Überschriften wie "Übrigens", "Idee" oder ähnliches, im schlimmsten Fall ein leerer Betreff, werden dazu führen daß nicht alle eigentlich Angesprochenen den Beitrag lesen werden, da sie bei größerem Mailaufkommen eher überlesen werden.

Keine Fälschungen oder Manipulationen!
Fälschungen und Manipulationen von Beiträgen finden selten die Zustimmung anderer, wenn sie erkannt werden und sind in der Regel ein sicheres Mittel, um sich schnell unbeliebt zu machen.

Kein HTML in Postings!
Schreiben Sie Beiträge möglichst nativ, also nicht HTML-formatiert. Viele ältere und alternative E-Mail-Programme können HTML-formatierte Beiträge nicht interpretieren.

Keine Dateien anhängen!
Schicken Sie keine Dateien in Mailinglisten, wenn es für die entsprechenden Dateien öffentlich zugängliche Download-Adressen (z.B. Download auf einer Website) gibt. Beachten Sie auch, dass viele Leser ganz andere Betriebssysteme nutzen, als sie und deshalb mitgesendete Programme für sie völlig unnütz wären. Kündigen Sie eine Versendung von Dateien am besten einige Tage vorher an.

Keine kommerzielle Werbung!
Während Werbung in manchen Mailinglisten willkommen ist, ist sie auf anderen verhasst. Dies ist ein anderes Beispiel dafür, wieso sie das Publikum kennen sollten, bevor Sie selbst Beiträge verfassen. Unerwünschte Werbung unter anderslautender Betreff-Zeile ist in den meisten Fällen die Garantie dafür, dass Sie Unmengen von Flames erhalten werden.
Ausnahme: Auf der Liste "linux@freier-support.de" ist es ausdrücklich erlaubt, auch Geschäftskontakte zu knüpfen. Allerdings nur bezogen auf eine konkrete Frage. Bitte auch dort keine allgemeine Werbung.

Bei Antworten Zitate einfügen!
Wenn Sie auf einen veröffentlichten Beitrag antworten, sollten Sie am Anfang Ihres Beitrag die Frage(n) aus dem Original-Beitrag zusammenfassend einfügen oder alternativ genug Text aus dem Original-Beitrag einfügen, damit ein Kontext gegeben ist. Dies stellt sicher, dass der Leser auch versteht, auf was Sie antworten. Aber fügen Sie nicht einfach den kompletten Original-Beitrag an!
Siehe auch: Das richtige Zitieren von EMails

Beim Antworten auf Antwortadresse achten!
Seien Sie vorsichtig, wenn Sie einem Autoren auf einzelne Mailinglisten-Beiträge direkt per E-Mail antworten wollen: Manche Beiträge sind so adressiert, dass Antworten aller Art gleichzeitig an den Absender und an die Mailingliste gesendet werden! Sie würden dann eine eventuell persönliche Meinung an ein größeres Publikum senden und es möglicherweise in Verlegenheit bringen.

Deaktivieren Sie bei Ihrer Mailbox Empfangsbestätigungen!
Empfangsbestätigungen, Nichtzustellbarkeitsmeldungen und automatische E-Mail-Beantworter (z.B. für Urlaubsbenachrichtigung) sind derzeit weder komplett standardisiert noch komplett kompatibel gegenüber anderen Systemen im Internet-E-Mail-Verkehr. Entsprechend markierte Mails können deshalb in Mailinglisten unter Umständen hohen Mail-Verkehr auslösen, weil eine Mailingliste grundsätzlich alles weiterleitet, unter Umständen auch Ihre Urlaubsbenachrichtigung. Kurz: Nutzen Sie obige Funktionen nicht.

Entschuldigen, wenn ein Posting falsch adressiert wurde!
Wenn Sie bemerken, dass eine E-Mail, die eigentlich an eine Person gerichtet war, aus Versehen in eine Mailingliste gegangen ist, so entschuldigen Sie sich beim eigentlichen Empfänger und in der Mailingliste.

Entschuldigen, wenn ein Posting aus Versehen in mehrere Mailinglisten gegangen ist!
Wenn Sie eine E-Mail gleichzeitig in mehrere Mailinglisten abgesendet haben, sollten Sie sich in den jeweiligen Listen für dieses "Cross-Posting" entschuldigen.

Persönliche Unstimmigkeiten per E-Mail klären!
Klären Sie persönliche Unstimmigkeiten mit einem anderen Teilnehmer einer Mailingliste per privater E-Mail und nicht über das Forum. Wenn Sie mit einer Person per E-Mail über Punkte debattieren, die auch im Interesse des Forums sein könnten, können Sie diese später immer noch gesammelt als Beitrag verfassen.

Keine Flames!
Lassen Sie sich nicht auf Flame-Kriege ein. Antworten Sie weder per E-Mail noch per Forum-Beitrag auf "heiße" Beiträge.

Vermeiden Sie ASCII-Grafiken!
Beachten Sie, dass viele Nutzer Ihren Beitrag mit proportionaler Schrift lesen; Diagramme oder Grafiken, die in nicht-proportionaler Schrift (Schreibmaschinenschrift) erstellt wurden, sind so kaum erkennbar.

Maximal 72 Zeichen pro Zeile!
Pro Zeile sollten Sie maximal nur 72 Zeichen schreiben und jede Zeile mit einem Zeilenumbruch beenden. Richten Sie gegebenenfalls E-Mail-Programme so ein, dass bei ausgehenden E-Mails spätestens in Spalte 65 ein Text automatisch umgebrochen wird.

Melden Sie sich richtig an und ab!
Senden Sie SUBSCRIBE- und UNSUBSCRIBE-E-Mails immer nur an die angegebene Adresse. Manche Software ist zwar so "intelligent" entsprechende E-Mails aus dem normalen Mailinglisten-Verkehr herauszufiltern, aber eben nicht jede. Es liegt in Ihrer Verantwortung, zu lernen, wie eine Mailingliste funktioniert.

Was Sie abschicken, ist abgeschickt!
Generell ist es nicht möglich, abgesendete Beiträge aus einer Mailingliste zurückzuholen. Auch wenn aufgelaufene Beiträge noch nicht in der Liste veröffentlicht sind, kann der Systemadministrator einzelne Beiträge nur sehr schwer löschen. Seien Sie sich deshalb im klaren darüber, was Sie in eine Mailingliste verschicken.

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Das richtige Zitieren von EMails

Eines gleich zu Anfang: Niemandem wird der Kopf abgerissen, wenn er oder sie nicht gleich 100% unseren Standard zum Zitieren und Verfassen von Mails einhält. Die Unperfekthaus Mailinglisten sind mitunter jedoch sehr stark frequentiert und es wäre eine große Vereinfachung, wenn sich alle an unsere Regeln halten würden. Außerdem werden damit auch kostbare Ressourcen gespart - Traffic-Volumen bei unnötigen Komplett-Zitaten am Mail-Ende (TOFU) und vor allem Arbeits- oder eher noch Freizeit.

An einem kleinen Beispiel werden nun die wichtigsten Dinge unseres (und eigentlich des allgemeinen) Standards kurz gezeigt.

Imaginäre Beispiel - EMail von Popeye

Hi Fidel,

du schriebst mir neulich:

> Mir geht nichts ueber eine gute Zigarre, wenn sich ihr Duft im Raum verteilt,
> dann bin ich gluecklich [...]

Recht hast du freilich, auch ich mag hin und wieder mal eine rauchen, aber vom
Duft her sind Pfeifen vor allem fuer Nichtraucher viel bekoemmlicher :-)

mfG

Popeye

--

Gar selig ist der Mann, der sich ab und zu ein Pfeifchen goennen kann.
(frei nach Wilhelm Busch)

Die darauf folgende Antwort von Fidel

Popeye schrieb:
> Hi Fidel,
>
> du schriebst mir neulich:
>
> > Mir geht nichts ueber eine gute Zigarre, wenn sich ihr Duft im Raum
> > verteilt, dann bin ich gluecklich [...]
>
> Recht hast du freilich, auch ich mag hin und wieder mal eine rauchen, aber vom
> Duft her sind Pfeifen vor allem fuer Nichtraucher viel bekoemmlicher :-)
>
> mfG
>
> Popeye

Ja, dann haste wohl noch nie eine gute handgerollte Zigarre gepafft.

CU

Fidel

--

"Hat man eine gute Zigarre, dann ist man eigentlich geborgen, es kann einem
buchstaeblich nichts geschehen." (Thomas Mann - "Der Zauberberg")

Erläuterungen zu den Beispielen

Wie beginnt ein Zitat

Popeye hat einfach die interessanten Zeilen aus Fidels vorheriger Mail herauszitiert. Da er Fidel direkt anschreibt, ist aus dem Kontext klar, von wem die Zeilen stammen und es ist unnötig, das Zitat speziell einzuleiten.

Fidel hingegen hat die gesamte Mail (abzüglich der Signatur) zitiert, eingeleitet von einer Quellenangabe der Art: "Name schrieb:" Wichtig dabei ist, diese Quellenangabe der Übersichtlichkeit wegen möglichst kurz zu halten.

Generell ist es immer notwendig, in der gerade vorliegenden Mail erkennen zu können, wer da zitiert wird. Das erspart umständliches Suchen in älteren Mails. Eventuell ist es manchmal sogar nötig, anzugeben, woher denn die zitierten Abschnitte stammen. Das ist normalerweise nur sinnvoll, wenn sie aus einem anderen Thread sind oder gar aus einer anderen Mailing-Liste kommen.

Das Zitieren an sich

Popeye macht es völlig richtig vor, er zitiert möglichst wenig, um die Mails nicht endlos groß werden zu lassen. Im Verlauf hitziger Diskussionen können die späteren Mails wirklich anstrengend werden, wenn zu viel zitiert wird und man immer wieder dasselbe lesen muss, um zu den interessanten Teilen vorzudringen.

Fidel zitiert zwar zu viel (vor allem sich selbst nochmal), aber auch er macht nicht alles falsch. Bei den kurzen Beispiel-Mails kann man soviel auch nicht weglassen. Aber eines schon: Signaturen. Signaturen mögen witzig sein, aber in zitierten EMails haben sie normalerweise nichts zu suchen, da sie meist nichts direkt mit dem aktuellen Diskussionsthema zu tun haben.

Gekennzeichnet wird ein Zitat mit ">" am Zeilenanfang. Das diesem Zeichen folgende Leerzeichen ist optional, verbraucht zwar Platz aber trennt das erste Wort der zitierten Zeile ab. Daher ist es empfohlen, ein Leerzeichen nach dem ">" einzufügen.

Antworten auf das Zitierte

Wir lesen hier von links oben nach rechts unten, manchmal sogar zeilenweise. :-) Also sollte eine Antwort stets nach dem Zitat folgen. Andersherum ist es sehr mühselig, mit der bereits gelesenen Antwort die passende Frage zu suchen. Das kostet wertvolle Zeit. Eine besonders unschöne Angewohnheit ist in diesem Zusammenhang TOFU (Text oben, Fullquote unten - siehe auch [LINK ZU ABKÜRZ.], wie ihn viele Mail-Clients produzieren. Man quetscht seine Antwort einfach nicht vor die komplett zitierte Mail. Woher soll ein gestresster Leser denn wissen, ob in oder nach der zitierten noch etwas kommt? - Na also!

Schöner Zitieren

In unseren Beispiel-EMails wird es nicht so recht deutlich, aber es sollten immer jeweils eine Leerzeile vor und nach einem Zitat stehen, wenn dort dann noch eigener Text kommt. Das dient einfach der besseren Abgrenzung des Zitates vom eigenen Text.

Es ist erlaubt, Zitate umzuformatieren. Gerade bei mehreren Einrückungen wie in Fidels Mail kann es passieren, dass die Textbreite dann 80 Zeichen (das ist die Breite der normalen Text-Konsole) überschreitet. Manche Programme brechen den Text dann auch selbsttätig um. Wenn dann die ">" nicht ordnungsgemäß gesetzt werden, sollte man das unbedingt selbst nachholen. Keiner möchte so etwas wie das hier lesen müssen:

> > > > > Gestern bin ich Pfeife paffend durch die Gegend gelaufen und irgendein
alter
> > > > >Mann hat mir zugesehen.

Woher soll man denn wissen, dass dort keine unqualifizierte Antwort dazwischengequetscht wurde? Also nimmt man sich lieber die Zeit, und macht das ordentlich. Da hier gerade das Stichwort auftauch: Man sollte sich auch nicht zu schade sein, entsprechend den üblichen Regeln auch hin und wieder mal ein Wort groß zu schreiben. Damit wird das Lesen ungemein erleichtert, vor allem das zeitsparend kursorische.

Rechtschreibfehler sollte man ruhig so lassen, wie man sie in Zitaten vorfindet. Es kann leicht beleidigend sein, wenn man von jemandem korrigiert wird. Außerdem könnte der Fehler ja Absicht gewesen sein.

Verunglückte Umlaute dagegen kann man schon mal reparieren, da das leicht hieroglyphische Züge annimmt, wenn irgendwer mit seinem Mail-Client auf Kriegsfuß mit den Umlauten steht und das dann so herumschickt. Um das Problem von vornherein zu vermeiden, kann man aber ruhig in den Mails auch auf Umlaute verzichten.
Dazu gibt es dann verschiedene Möglichkeiten. Ein 'Ä' könnte so 'Ae', so 'A:' oder so '"A' aussehen. Da möchten wir niemandem etwas vorschreiben. Es ist nur immer hilfreich, darauf zu achten, Missverständnisse von vorneherein zu vermeiden. Anführungszeichen zum Beispiel in der Wortmitte sind eindeutig, am Wortanfang jedoch nicht. Ähnlich verhält es sich mit dem Doppelpunkt - am Wortende verwirrt das eventuell.

Verbreitete Unsitten

Äußerst unhöflich ist es, Mailing-Listen zu abonnieren und dann sein Postfach überquellen zu lassen (mailbox full) , auf dass die Mails immer schön bouncen und zum Server zurückgehen. Wenn man sich anmeldet, dann gehört es sich einfach so, dass man das angemeldete EMail-Konto auch regelmäßig abruft. Abmelden kann man sich ja immer noch, wenn es einem zu viel Aufwand wird.

Einen Thread zu entführen - die Diskussion auf andere Themen zu lenken und Thread-Pirat zu spielen - ist auch sehr unhöflich dem Initiator des Threads gegenüber. Es mag ja sein, dass man interessantere Themen zu diskutieren hat, als in einem bestimmten Thread gerade besprochen werden. Allerdings gehören diese dann in einen eigenen Thread. Pro Thread ein Thema und umgekehrt. So konzentriert man sich auf das Wesentliche und es kann nicht passieren, dass anfänglich erwähnte Aspekte im allgemeinen Abschweifen vom Ursprungsthema verlorengehen.

"Re: [LISTENNAME] Blubb" soll nicht zu "Re: Re: [LISTENNAME] Blubb" oder Schlimmeren verkommen.
Betreff-Zeilen sollen auch eine Aussage haben. Wenn man auf die Mail "Blubb" antwortet, gehört ein "Re:" davor. Nur ein "Re:", kein "Aw:" oder sonstiges. Wenn dann auf die Antwort geantwortet wird, kommen nicht etwa weitere "Re:" davor. Die Antwort-Tiefe wird nicht anhand der "Re:" - Anzahl bestimmt. Dazu gibt es ausgeklügelte Mechanismen - sogenannte Referenzen - in den EMail-Headern.

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Abkürzungen

Des öfteren stolpert man in den Mailinglisten des UpH über seltsam anmutende Abkürzungen. Da diese aber nicht nur netter Schnickschnack wie die allseits beliebten Smilies sind, sondern tatsächlich Tipp-Arbeit ersparen, habe ich hier mal eine kurze Liste zusammengestellt.

Längere Listen findet man unter den folgenden Adressen:

www.was-ist-fido.de/doks/abkurz.txt
www.was-ist-fido.de/doks/kuerzel.txt

Sonderzeichen

> am Zeilenanfang Rest der Zeile zitiert
_ wortumschließend Betonung eines Wortes (z.B. _so_)
* wortumschließend dito
GROSSBUCHSTABEN das entsprechende Wort schreien, recht unhöflich

<xyz>Text</xyz> Anlehnung an HTML, xyz ist ein imaginäres Tag z.B. "<ironie> das ist ja toll </ironie>"


A

AFAIK as far as i know - soweit ich weiß
AFK away from keyboard - nicht an der Tastatur (gerade mal eben abwesend)
ASAP as soon as possible - sobald wie möglich


B

BTW by the way - nebenbei (bemerkt)
BTT back to topic - zurück zum Thema


C

CU see you - wir sehen uns (wieder)


D

DAU dümmster anzunehmender User
DITO ??? - wie gerade gesagt
DOC documentation - Dokumentation, nicht zu verwechseln mit einem proprietärem Format
DOCS plural desselben


E

EOD end of discussion - Ende der Diskussion


F

FAQ frequently asked questions - häufig gestellte Fragen
FYI for your information - zu deiner Information


G

<g> grin - hier kein Tag, sondern nur ein Grinsen
*g* besonders betontes Grinsen


H

HTH hope this helps - (ich) hoffe, das hilft


I

IMHO in my humble opinion - meiner bescheidenen Meinung nach
IMO in my opinion - wie eben, nur weniger bescheiden
IOW in other words - in anderen Worten


J


K

KISS keep it simple, stupid - halte es ganz einfach (Idioten-sicher?)


L

LOL laughing out loudly - laut lachen


M

ML(s) mailing list(s) - Mailing-Liste(n)


N

n/a not applicable - nicht zutreffend


O

ONNA oh no, not again - oh nein, nicht schon wieder


P

PM private message - Mail, die privat geschickt wird (PM kann je nach Kontext auch Presse-Mitteilung heissen)
pm pullmoll (Man beachte den Unterschied zu PM!)


Q

Q&A question and answer - Fragen-Katalog mit den passenden Antworten


R

RE replay - Antwort auf eine Nachricht
ROFL rolling on floor laughing - vor lachen auf dem Boden herumrollen
RTFM read the f*cking manual - lies die bek*ckte Anleitung


S

SCNR sorry, could not resist - 'tschuldigung, konnte das mir nicht verkneifen
SNAFU situation normal, all f*cked up - Situation normal, alles bek*ckt


T

TIA thanks in advance - danke im voraus
TNX thanks - danke
TOFU Text oben, Fullquote unten (eine hässliche Art, in EMails zu zitieren, siehe auch [LINK ZU QuotingHowTo])


U


V


W

WE Wochen-Ende
WTH what the heck/hell - was zum Kuckuck/Teufel
WTHDTM what the heck/hell does this mean - was zum Kuckuck/Teufel bedeutet das


X


Y


Z


Sonstige Hinweise

Die meisten dieser Abkürzungen sind aus dem englischen Sprachraum zu uns herübergeschwappt. Manchmal sind diese Abkürzungen auch so eine Art Lautschrift. Einige Beispiele dafür finden sich oben. Es reicht also mitunter schon, sich die Buchstaben-Zahlen-Kombination auf englisch laut ausgesprochen vorzustellen. Selbstverständlich sind das nicht alle Möglichkeiten, häufige Satzteile abzukürzen. Oft finden sich auch Erweiterungen dieser Abkürzungen.